Die 5 beliebtesten Treks in Peru

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Man wird schwerlich ein Land finden, das mehr Kontraste aufweist als Peru. Die reichen Landschaften bestehen aus eisigen Gletschern zwischen Andengipfeln, zauberhaften, fruchtbaren Tälern bis zu den tierreichen Regenwäldern des Amazonasbeckens. Und im fließenden Übergang zwischen Sierra (Berg- und Talregionen) und Selva (Regenwald) finden sich inmitten geheimnisvoller Nebelwäldern immer wieder Zeugnisse der einst mächtigsten Herrscher Südamerikas – den Inkas. In dieser Gegend rund um das heilige Tal (Valle Sagrado) nahe der Inka Hauptstadt Cusco befinden sich mehrere interessante Wanderwege. Wir stellen ihn hier 5 der wichtigsten Treks vor, auf der sie das Naturparadies Peru hautnah erleben können:

1. Inka Trail

Der Inka Trail (Camino del Inca) ist die berühmteste Wanderroute in ganz Südamerika. Tausende von Menschen absolvieren die 43 Kilometer lange Strecke jedes Jahr. Der von den Inka angelegte, gepflasterte Pfad überquert insgesamt 3 Bergpässe. Der bekannteste von ihnen ist Warmiwanusca, der “Pass der toten Frau” auf 4200 Metern. Die Aussicht auf die umliegenden Berggipfel und den grünen Nebelwald ist trotz aller Anstrengung atemberaubend. Die klassische, anspruchsvolle 4-tägige Inka-Trail Wanderung ist mittlerweile streng limitiert. Sie darf nur im Rahmen einer organisierten Tour und nicht auf eigene Faust unternommen werden.

Der Trail beginnt am ersten Tag gemütlich und führt von Piskacucho nach Wayllabamba. Auf der Wanderung kann man Llaqtapata, eine große archäologische Stätte besichtigen.Der zweite und sogleich anstrengendste Tag des Trails beginnt. Auf schier endlos gepflasterten Stufen geht es durch verschiedene Landschaftszonen bergauf, bis man auf 4200 Metern Höhe den Warmiwañusca Pass durchschreitet.Am 3. Tag erreicht man den zweithöchste Pass (3.850m) des Inka Trails. Auch die Kultur kommt nicht zu kurz. Entlang des Weges besichtigt man viele archäologische Stätten der Inka wie Runcuracay, Sayacmarca und Phuyupatamarca.

Inka-Ruinen in Sayacmarca
Inka-Ruinen in Sayacmarca

Am Tag danach folgt das Highlight und Ziel des Inka Trails – die verlorene Stadt Machu Piccu inmitten des Nebelwaldes. Zuerst durchschreitet man Inti Punku, das Sonnentor (spanisch Puerta del sol), einen ehemaligen Kontrollposten auf einem schmalen Bergrücken (2.750 m). Von hier geht man noch ungefähr eine halbe Stunde bis zu berühmten Ruinenstadt. Der anschließende Blick über Machu Picchu und die grüne, zerklüftete Bergwelt wird sie verzaubern.

2. Salkantay Trek

Der klassische Inca-Trail ist wegen der Vielfalt seiner unterschiedlichen Ökosysteme berühmt. Das Sammelsurium an Natur entlang des Salkantay Trails ist noch eindrucksvoller, was ihn zu einer beliebten Alternative für den Weg nach Machu Picchu macht. In drei bis fünf Tagen wandert man über den Salkantay Trek bis zur Ruinenstadt.
Die Wanderung, die mit Mauleseln zum Tragen der Lasten bestritten wird, schneidet durch das schöne Mollepata Tal und passiert den Berg Salkantay auf einer Höhe von 4500 Metern über den gleichnamigen Pass. Hier genießt man die Aussicht auf das Tal von Vilcabamba und die Bergketten von Padreoc, Pumasillo und Wayracmachay.
Der 6200 Meter hohe, den Trail überragende Gipfel des Salkantay wurde von den Inka ehrfürchtig als “wilder Berg” betitelt.

 Salkantay Trek
Salkantay Trek

Die Inka glaubten, dass der Berg eine Art Gottheit für Fruchtbarkeit und Wetter in der Region war, der das Gebiet um Cusco kontrollierte. Er wird noch heute von den hier ansässigen Andenbewohnern verehrt.

Von jenen kühlen Höhen der Cordillera Vilcabamba führt der Weg in den subtropischen Wolkenwald hinunter, wo er sich mit einem alten Pfad der Inka trifft (ein Teil des ursprünglichen Netzes von Capac Ñan, das die weit auseinander liegenden Enden des riesigen Inka Reiches verbunden hat). Dieser führt zu den kürzlich wiederentdeckten Ruinen von Llactapata. Von dort hat man einen fantastischen Ausblick über das Tal und eine der seltenen seitlichen Ansichten auf das sagenumwobene Machu Picchu. Ein abschüssiger Spaziergang endet im Ort La Playa. Von dort gelangt man dann zu den Inka Ruinen von Machu Picchu. Der Weg führt über die Bahnstation „Hidroelectrica“ entlang der Gleise zum Dorf Aguas Calientes. Alternativ kann man auch den Zug von Peru-Rail nehmen.

3. Lares Trail

Nördlich des heiligen Tals, versteckt hinter hohen Gipfeln, liegt das Lares Tal. Hier geht es gemächlich und ohne Hektik zu und man erlebt ein echtes Stück traditionelles Peru.

Das schöne am Lares Trail ist das Aufeinandertreffen mit seinen Bewohnern und der Kultur des Tals.

Hier werden Kartoffeln noch von Hand gepflanzt, Lama und Alpaka Herden gehütet (sowie geschlachtet und gegessen und die Frauen weben ihre aufwendig verzierten bunten Trachten. Über atemberaubende Panoramastraßen gelangt man in den Ort Lares im heiligen Tal der Inkas, dem Ausgangspunkt der Wanderung. Hier kann man ein Bad in den natürlichen heißen Quellen genießen, in denen angeblich schon die Inka Entspannung gefunden und gebadet haben.

Lares Trek

Der Trail führt anschließend in einer Halb-Tages Etappe ins Dorf Wacawasi. Pferde übernehmen die schweren Lasten, so das man sich voll auf die Wanderung und die schöne Natur konzentrieren kann. Am nächsten Tag bekommt man entlang des Trails einen tollen Ausblick auf die umliegende Landschaft. Der schwierigste Teil geht über den Ipsayjassa Pass auf schwindelerregenden 4,450 Metern Höhe. Hier ist eine gute Akklimatisierung vorab unabdingbar. Schneebedeckte Bergmassive und glasklare Bergseen prägen das umliegende Szenario. Gelegentlich kreuzen Lama, Alpaka oder Schafherden Ihren Pfad und sorgen für eindrucksvolle Fotomotive.
Am 3. Tag wird aus der schroffen Bergwelt der Anden ein dichter Nebelwald. Prächtige Orchideen, riesige Farne und ein dichtes Blätterdach säumen den Weg, der nach Ollantaytambo führt, von wo aus man mit dem Zug in Richtung Aguas Calientes aufbricht. Von hier aus kann man die Inka Ruinen von Machu Piccu besuchen.

4. Ausangate Trek / Rainbow Mountains

Der Ausangate Trek führt in eine einsame, wenig bekannte Berglandschaft zwischen der 3400 Metern hoch gelegenen Stadt Cusco und dem bekannten Titicaca See. Hier bekommt man es unter anderem auch mit einem besonderen geologischen Phänomen zu tun, den Rainbow Mountains. Wie mit Buntstiften bemalt leuchten die Berge hier in allen möglichen Farbschattierungen. Die Rainbow Mountains heißen in Peru „Vinicunca“. Entstanden sind die farbigen Bergen durch Mineralien, die sich dort schichtweise über Jahrmillionen abgelagert haben. Es gibt verschiedene Wege, diese ungewöhnlichen Berge zu besuchen. Die anstrengende Variante ist die Wanderung des Ausangate Treks. Hier hat man die Andenwelt Perus ganz für sich alleine, da sich nur wenige Reisende auf diesem 5-6 Tages Trek verirren. Natur pur!

Auf diesem Trek erwarten sie wahre Bilderbuchlandschaften, türkisblau schimmernde Lagunen, grasgrüne Täler, rauschende Bäche und eisige Gletscherwelten. Der König der Anden, der Kondor, zieht am Himmel seine weiten Kreise.

Vicunas, die wilde Variante der Lamas grasen an den Hängen der Berge. Die Regenbogenberge gibt es auf dem Ausangate Trek quasi als Sahnehäubchen obendrauf und werden ihnen einen unvergesslichen Ausblick bescheren.
Der Namensgeber des Treks ist der Ausangate, Südperus höchster Gipfel mit 6384 Metern Höhe. Er befindet sich ca. 4 Stunden von Cusco entfernt. Der majestätische Berg lässt sich bei klarem Wetter sogar von Cusco aus erblicken und gilt unter den Bewohnern hier als „Apu“, als heiliger Berg. Der Ausangate Trek gilt für viele als eine der schönsten und abgelegensten Wanderungen Perus, ist allerdings auch nur für geübte Wanderer mit guter Kondition geeignet.

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Vinicunca – der Berg der Regenbogenfarben

Für Menschen mit weniger Wandererfahrung gibt es jedoch auch die Möglichkeit, die Rainbow Mountains in nur einem Tag von Cusco aus im Rahmen einer Tour zu besuchen. Hier dauert die Wanderung 3,5 Stunden und führt sie direkt in den Farbenrausch.

 5. Huayhuash Trek

Der Huayhuash Trek, 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Lima gelegen, zählt zu einem der schönsten Wanderwege der Welt. Ausgangspunkt des Treks ist die Stadt Huaraz. Hier sollten sie sich einige Tage an die für Europäer ungewohnte Höhe der Anden gewöhnen und akklimatisieren. 6-8 Tage lang geht es durch wilde, unberührte Natur, umgeben von eindrucksvollen, schneebedeckten Gipfeln.Die Cordillera Huayhuash (sprich: wei wuasch) beherbergt die höchste Dichte an 5000 und 6000er Bergen außerhalb des Himalaya Gebirges. Hinter jeder Ecke erwartet sie hier ein grandioses Panorama. Aufgrund der Nähe zum Äquator findet man hier eine sehr niedrige Schneegrenze, was einem das Wandern in dieser extremen Höhe enorm erleichtert.
Die Bergkette liegt östlich des beschaulichen Andenstädtchens Chiquian.

Auf dem atemberaubend schönen Huayhuash-Treks laufen sie durch enge Bergtäler, überqueren mehrere Pässen und entdecken dabei einsam gelegene Bergseen und Lagunen. Auch naturbelassene heiße Quellen lassen sich hier finden und laden zum Entspannen nach einem anstrengenden Wandertag ein.

Die höchsten Berge entlang des Huayhuash-Treks sind der Yerupaja Grande (6.634 m), der zweithöchste Berg Perus, und der Jirishanca (6.126 m). Diese Bergriesen ragen majestätisch in den Himmel hinein und werden auch sie in ihren Bann ziehen. Eingebettet in grüne Wiesen und auf mit Moos bededecktem Boden, den sogenannten „bofedales“, kann man abends ein gemütliches Zeltlager an den Lagunen errichten und von noch mehr Abenteuern in Peru träumen.

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Huayhuash-Trek

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