Südgeorgien – die beste Reisezeit

Das Tierparadies Südgeorgien ist die Heimat einiger der grössten Konzentrationen von Wildtieren der Welt. Mit seiner fesselnden Geschichte und den schroff schönen Landschaften voller gewaltiger Gletscher und hochragenden Bergen, zählt die abgelegene Inselgruppe für viele Polarbegeisterte als Juwel der Antarktischen Regionen.

Das abgelegene Südgeorgien liegt rund 800 Meilen südöstlich der Falklandinseln im Südlichen Ozean und ist ausschliesslich auf dem Seeweg erreichbar. Expeditionskreuzfahrten kombinieren dieses Naturziel auf 2-3 wöchigen Abfahrten ab Argentinien via die Falklandinseln und meist auch die Antarktische Halbinsel.

Passagiere wandern auf Suedgeorgien

Südgeorgien kann wie auch die Antarktische Halbinsel nur während den Sommermonaten von Ende Oktober bis März besucht werden. In dieser Zeit hat diese antarktische Naturoase immer etwas Spektakuläres zu bieten. Welches der beste Reisemonat für eine Expeditionskreuzfahrt nach Südgeorgien ist, hängt also ganz davon ab, was man sehen und erleben möchte:

Frühsommer: Ende Oktober und November

Nur wenige Schiffe begeben sich bereits Mitte Oktober zum Auftakt der Antarktis-Saison in Richtung Südgeorgien und anschliessend zur Antarktischen Halbinsel. In der Antarktischen Halbinsel gibt es zur Beginn des Sommers noch vermehrt See-Eis und viel Schnee und die Expeditionsschiffe konzentrieren sich in dieser Zeit auf den nördlichen Teil der Halbinsel sowie die vorgelagerten Südlichen Shetlandinseln.

In Südgeorgien hingegen bedeutet der frühe Sommer gegen November Hochbetrieb, was für einzigartige Höhepunkte sorgt. Ströme von Krill aus dem Weddelmeer erreichen im Frühling die Gewässer in dieser Gegend. Diese bieten eine Fülle an Nahrung für die gigantischen Pinguinkolonien und Artenvielfalt der Inseln. Pelzrobben kehren für den Sommer an die Küsten Südgeorgiens zurück zur Geburt und Aufzucht ihrer Jungen. Fast 95% des weltweiten Bestandes von Pelzrobben ziehen ihre Jungen hier auf und um die 50% aller See-Elefanten.

Koenigspinguine-in-Suedgeorgien

Beim Besuch von Gold Harbour oder dem Drygalky Fjord trifft man auf eine Vielzahl von Wildtieren wie See-Elefanten, Pelzrobben und Königspingine, deren Population auf Südgeorgien auf bis zu 400,000 Paare geschätzt wird. Goldschopfpinguine bauen fleissig ihre Nester und die weiblichen Königspinguine balancieren ihre Eier sorgfältig auf den Füβen, während die Männchen unterwegs auf der Jagd sind. Auβerdem lassen sich diverse Seevogelarten bei ihren Balzritualen beobachten.

Von September bis November kehren auch die weiblichen See-Elefanten trächtig an die Strände Südgeorgiens zurück. Mit etwas Glück kann man in dieser Zeit die Geburt eines Jungtieres miterleben und Begegnungen mit den frisch geborenen Jungen sorgen für ganz besondere Momente.

See-Elefant-Baby-am-Strand

Auf Prion Island dürfen maximal 50 Besucher gleichzeitig an Land zum Schutz des Lebensraums verschiedener Seevögel, wie etwa dem hier brütenden Wanderalbatros. Im Oktober/Nobember lassen sich manchmal noch die Jungtiere vom Vorjahr beim Fliegen lernen beobachten. Von Ende November bis Januar wird die Insel für Besucher gesperrt, damit sich Albatrosse und die Pelzrobben hier ungestört der Brut bzw. Aufzucht ihres Nachwuchses widmen können.

Albatross_Suedgeorgien

Sommer: Dezember und Januar

Für Fotografen sind diese beiden Monate besonders interessant, mit Tageslicht bis zu 20 Stunden und etwas wärmeren Temparaturen und vorteilhafteren Eisverhältnissen in der Antarktischen Halbinsel. Auf Südgeorgien’s Elsehul bieten sich tolle Gelegenheiten um neugierige Jungtiere der Robben und See-Elefanten zu beobachten. In den Vogelkolonien herrscht Hektik für die Seevögel, die mit der Aufzucht und dem Füttern ihrer nimmersatten Küken beschäftigt sind.

Besonders spannend für Geschichtsinteressierte und Historiker ist eine Anlandung beispielsweise auf Fortuna Bay. Hier findet man selten besuchte historische Stellen und man kann den Spuren legendärer Entdecker wie Ernest Shackleton folgen. Ein Besuch dessen Grabes auf dem kleinen Friedhof von Grytviken gehört hier auch mit ins Programm. In dieser verlassenen Siedlung findet man Überreste der damaligen Walfangindustrie. Die wenigen Strassen werden heute jedoch nicht mehr von Walfängern, sondern ab und zu von watschelnden Königspinguinen benutzt.

Grytviken_SuedgeorgienBei der Bucht von Stromness Bay bietet sich ein fantastischer Anblick der Klippen und Gletscher, welche Shackleton und seine Gefährten bei der berühmten Überquerung 1916 bezwingen mussten.

Spätsommer: Februar und März

Die späteren Monate des Sommers bieten sich besonders für Walbeobachtungen in Südgeorgien sowohl als auch der Antarktischen Halbinsel an. Orcas und Zwergwale trifft man häufig an gegen Ende des Sommers.

Robbe-am-Strand

Die jungen Pelzrobben sind nun schon etwas grosser und bieten mit ihrer neugierigen und verspielten Art tolle Gelegenheiten für fantastische Fotos. In der St. Andrews Bucht halten sich immer noch Königs- und Goldschopfpinguine an Land auf und die Küken verlieren ihr flauschiges Jugendgefieder.

Mann-inmitten-von-Koenigspinguinen

Gegen Ende des Sommers wird es kälter in den Antarktischen Gewässern. In der Nähe der Antarktischen Konvergenz lassen sich eine Vielzahl an Seevögel beobachten wie Albatrosse und Sturmvögel – eine besonders gute Zeit also, um diese Vögel in grossen Massen zu fotografieren. Auf den schwarzen Stränden der Right Whale Bay an der Nordküste Südgeorgiens trifft man auf Robbenjunge, Königspinguine und andere Vogelarten.

Wollen Sie auch einmal Königspinguine auf Südgeorgien zählen? Dann schauen Sie sich unsere Expeditionen nach Südgeorgien an und kontaktieren Sie uns für mehr Informationen!