Die Pinguine der Antarktis

Planen Sie eine Reise in die Antarktis? Dann ist es sinnvoll, dass Sie sich mit den verschiedenen Arten von Pinguinen der Antarktis vertraut machen, die Sie dort antreffen können. Insgesamt gibt es 18 verschiedene Pinguinarten, wovon man nur sechs auf dem antarktischen Festland findet.

Nichtdestotrotz – es gibt noch genügend andere Arten, welche Sie auf dem Weg dorthin entdecken können! Auf Schiffsreisen ab Ushuaia/Argentinien können Sie beispielsweise auf dem Weg in die Antarktis die Südlichen Shetlandinseln, die Falklandinseln oder Südgeorgien besuchen. Dort sind Esels-, Goldschopf- und Felsenpinguin zu hause. Falls Sie von Australien oder Neuseeland aus die Mawson-Hütten ansteuern, begegnen Sie auf der Campbellinsel dem einzigartigen Gelbaugenpinguin.

Pinguine der Antarktis

Auf Ihrer Reise in die Antarktis sollten Sie nach den folgenden 10 faszinierenden Pinguinen Ausschau halten:

Kaiserpinguin

1. Der Kaiserpinguin

Die meisten kennen den Kaiserpinguin wohl durch den Animationsfilm “Happy Feet”.

Er überschaut mit über 1 Meter Körpergrösse alle anderen Pinguine der Welt. Obwohl der Kaiserpinguin eine sehr bekannte Art ist, findet man ihn auf dem antarktischen Festland nur schwierig – hauptsächlich östlich der Antarktischen Halbinsel, in einer Region, welche für viele Schiffsreisen nur schwer zugänglich ist. Diese Art verhält sich nicht wie seine Artgenossen: Das Männchen brütet das Ei im antarktischen Winter während 2 Monaten aus. In dieser Zeit begibt sich das Weibchen auf Nahrungssuche im weit entfernten Meer. Nachdem das Küken geschlüpft ist, wird es vom Vater mit einer nahrhaften milchigen Flüssigkeit gefüttert, bis die Mutter wieder zurückkehrt.

Adelie-Pinguin
Adeliepinguin

2. Der Adeliepinguin

Die wohl bekannteste Art der Pinguine der Antarktis ist der Adeliepinguin. Er ist der typisch aussehende Pinguin mit einem weissen Bauch, der wie ein Smokinghemd aussieht und weißen Ringen um die Augen. Der Schnabel ist Rot mit einer schwarzen Spitze. Ihn findet man auf dem antarktischen Festland sowie den umliegenden Inseln. Adeliepinguine brüten in den wärmeren Monaten von Oktober bis Februar. Auf seinem Speiseplan stehen hauptsächlich Fisch und Krill.

Zügelpinguin

3. Der Zügelpinguin oder Kehlstreifenpinguin

Vom Aussehen her unterscheidet sich der Zügelpinguin wohl am stärksten von allen anderen Arten. Wie der Name schon sagt, erkennt man ihn leicht an einer dünnen, schwarzen Linie über die Wangen, die aussieht wie der Kinnriemen eines Helmes. Der Zügelpinguin ist mittelgross und brütet vorwiegend an Hanglagen in der Antarktischen Halbinsel und den subantarktischen Inseln im Südatlantik.

Eselspinguin

4. Der Eselspinguin

Der Eselspinguin ist der naheste Verwandte des Adeliepinguins und gilt als die scheueste Pinguinart. Sein Hauptmerkmal ist ein weißer Fleck, der vom Scheitel bis zu den Augen reicht. Ihn findet man in erster Linie in den Brutkolonien auf den subantarktischen Inseln während des ganzen Jahres. Auf der Jagd nach Krill kann der schnellste Schwimmer aller Pinguinarten bis zu 450 Tauchgänge pro Tag machen.

Königspinguine

5. Der Königspinguin

Zwar sieht der Königspinguin ähnlich aus wie sein großer Bruder, der Kaiserpinguin – jedoch ist er mit ca. 95 cm etwas kleiner. Er hat von allen Pinguinen den längsten Fortpflanzungszyklus mit 14 – 16 Monaten bis zum schlüfpen eines einzigen Kükens. Er baut dabei kein Nest, sondern trägt das Ei auf seinen Füßen mit sich herum. Den Königspinguin findet man nur auf den subantarktischen Inseln und am häufigsten auf den Falklandinseln sowie Südgeorgien.

Goldschopfpinguine

6. Der Goldschopfpinguin

Der Goldschopfpinguin ist zwar die weltweit häufigste Pinguinart, gilt jedoch dennoch als gefährdet. Die Populationen in den letzten Jahren ist stark zurück gegangen. Ihn erkennt man an seinen goldenen Federn auf der Stirn und dem dicken, dunkel orangen Schnabel. Diese Art findet man auf den subantarktischen Inseln, der Antarktischen Halbinsel und sogar bis hoch nach Chile. Seine Hauptnahrung sind Krustentiere, Krill sowie kleine Fische.

Rockhopper_Penguins
Felsenpinguine

7. Der Felsenpinguin

Änhlich wie der Goldschopfpinguin erkennt man auch den Felsenpinguin leicht an einer schwarz-gelben Federkrone über den roten Augen. Mit etwa 50 cm gehört er zu den kleinsten Pinguinarten der Welt. Ihn findet man ebenfalls auf den subantarktischen Inseln. Oft sieht man ihn nahe des Ufers aus dem Wasser schiessen und mit einem Bauchklatscher auf einem Felsen landen.

Zwergpinguine

8. Der Zwergpinguin

Dies ist die kleinste aller Pinguine, mit einer Größe von nur etwa 40 cm. Aufgrund seiner bläulichen Färbung am Kopf und Rücken wird er in Neuseeland einfach als little blue penguin bezeichnet. Ebenfalls findet man ihn in Australien und Chile. Im Gegensatz zu den meisten anderen Arten ist der Zwergpinguin nachtaktiv.

Snarespinguine

9. Der Snarespinguin

Die Snaresinseln liegen ca. 200 km südlich von Neuseeland und sind die Heimat dieser bedrohten Pinguinart. Diese Spezies erkennt man an seinen flachen, blass-gelben Federn am Kopf und dem kräftigen orange-braunen Schnabel. Der Snarespinguin brütet seine Eier auf flachen, schlammigen Teilen der Küste und leicht abfallenden felsigen Hügeln.

Gelbaugenpinguin

10. Der Gelbaugenpinguin

Wie der Name schon sagt, erkennt man den Gelbaugenpinguin an seinen gelben Augen und einem hellen Streifen über dem Hinterkopf. Ihn findet man am häufigsten auf der südlichen Insel Neuseelands und den umliegenden Inseln wie die Campbellinseln. Er brütet von September bis Februar und hat eine relativ lange Aufzuchtszeit von 100 Tagen.

Haben wir ihr Interesse geweckt und möchten Sie die niedlichen Vogeltiere im schwarzen Anzug selbst einmal bestaunen? Dann besuchen Sie mit Chimu Adventures den südlichen Punkt der Erde!